Mit Gott erlebt
Ich habe meine Mutter in ihren letzten 2 Jahren vor ihrem Tod begleiten dürfen. Immer wieder hatten wir die Gelegenheit genutzt, sie bei uns zu Hause zu haben und sie mit in die Gemeinde zu nehmen. Sie wusste einiges über den Glauben an Jesus, meinte aber oft, dass Gott ungerecht ist und so viel Leid zulässt. Ein Freund aus der Gemeinde spielte ihr ab und zu auf dem Schifferklavier vor. Darüber war sie sehr dankbar und konnte ihre Freude zum Ausdruck bringen. Einmal las er ihr in aller Ruhe eine christliche Broschüre vor, fragte bei Unklarheiten nach, ob sie es verstanden hat und ob sie mit ihm ein Übergabegebet an Jesus mitsprechen wollte. Nach einer kurzen Bedenkzeit war sie dann dazu bereit und antwortete mit einem klaren Ja.
Für mich als Tochter war dies ein außergewöhnlicher Augenblick, denn seit ca. 50 Jahren habe ich für sie gebetet und nun erfüllte sich diese Hinwendung und Hoffnung vor meinen Augen.
Im letzten halben Jahr, in dem sie leider komplett an das Pflegebett gebunden war, konnte sie mit Hilfe einer gläubigen Seelsorgerin und deren Gedichte ihr körperliches Leiden besser annehmen und Schritte im Glauben machen.
Bei ihren letzten Atemzügen durfte ich dabei sein und ich bin unendlich dankbar für die letzten Momente des Abschied Nehmens mit ihr und dem Trost, dass sie ihre Heimat nun bei Jesus in Ewigkeit hat.













































































































































































































