Erlebt

Erlebt

Ausflug zur DMG

Montagmorgen in Gießen; es war für manche schwer, erst mal zu dem Sammelpunkt an der Haltestelle bei der August-Hermann-Franke-Schule zu kommen. Regen, Stau, rote Ampeln, geschlossene Schranken, Baustellen, Parkplatzmangel, alles diente dazu, Hindernisse in den Weg zu räumen, aber schlussendlich konnte es losgehen mit 32 Teilnehmern im Bus, die gespannt waren,
was in Sinsheim auf sie warten würde.

Nein, es war nicht das Technik-Museum mit den ausgestellten Flugzeugen – die wurden nur im Vorbeifahren gesehen – es war etwas viel Bedeutenderes und Weitreichenderes: Die Missionsgesellschaft DMG Interpersonal. Früher bekannt als Deutsche-Missions-Gemeinschaft, stehen heute die Buchstaben für: Damit Menschen Gott begegnen. Längst ist sie interkulturell mit deutschen oder ausländischen Missionaren, die von deutschen Gemeinden unterstützt und ausgesandt werden und Missionaren aus dem Ausland, die
in Verbindung mit deutschen Gemeinden nach Deutschland entsandt werden. Mehr dazu ist auf der Internetseite der DMG zu finden.

Bei Sonnenschein gab es einen freundlichen Empfang durch Gerald Häde, den Vater unseres Pastors Emmanuel Häde und Personalleiter für Europa, der die Gruppe liebevoll durch den Tag begleitete und einführende, orientierende Worte vor dem Mittagessen an die Besucher richtete und die gemeinsame Zeit unter Gebet stellte.

Gemeinsam mit anderen Gästen wurde das Mittagessen – bei dem natürlich die Spätzle nicht fehlen durften – eingenommen. Danach, in der Kapelle kam die Gruppe zur Ruhe, um der Geschichte der DMG, dargestellt durch die Hauseltern Rosiak, die selbst über 30 Jahre als Missionare in Ecuador gewirkt hatten, zu lauschen. Für manche
wurde es zwischenzeitlich sehr ruhig nach dem Mittagessen, aber dass Gott Geschichte schrieb mit dieser Mission, die nach dem 2. Weltkrieg 1951 ins Leben gerufen wurde, damit auch von Deutschland aus die wirklich Heil bringende Botschaft durch bereite Menschen in die Welt hinaus gesandt werden sollte, war offensichtlich.

Heute sind 430 Mitarbeitende in 60 Ländern unterwegs, die in Teams mit örtlichen Partnerorganisationen eingebunden sind. Und inzwischen werden auch über die DMG Missionare aus dem Ausland in deutsche Städte eingeschleust in der Hoffnung, dass auch hier wieder die Gemeinde Jesu wächst, wie es an vielen Orten in der Welt geschieht. Dazu braucht es in der Missionszentrale immer mehr Platz auch für die Verwaltung und alle Gäste, seien es Missionare im Deutschlandaufenthalt oder auch Besucher. Deutlich wurde dies beim Rundgang im Gelände und einer begehbaren Baustelle: So wird gerade die alte Scheune, deren Fassade unter Denkmalschutz steht, zu neuer Bestimmung hergestellt und es ist bezeichnend, dass an dem Ort, wo einst die Ernte gesammelt wurde, heute der Dienst der „Arbeiter in Gottes Ernte“ koordiniert und begleitet werden soll.

Einer dieser Arbeiter ist Lee Phillips. Ein Engländer, der mit einer
deutschen Frau verheiratet ist und gemeinsam mit seinen 4 Kindern in Benin gewirkt hat, berichtete zum Abschluss eindrücklich, wie Gott ihm viele Kinder, bis um die 100, buchstäblich vor die Füße gelegt hat. Es sind Buben, die noch bevor sie das 10. Lebensjahr erreicht haben, auf den Straßen der Großstadt sich alleine durchschlagen müssen und die durch diese Missionarsfamilie viel Liebe und Zuwendung erfahren hat, was sich in den dankbaren Gesichtern widerspiegelte.

Auch dankbar und zwischendurch noch gestärkt durch Kaffee und Kuchen, bei dem die Auswahl schwerfiel und nachdem das Gruppenfoto im Freien aufgenommen war, nahm die Reisegruppe
etwas später als gedacht, Abschied – wieder bei strahlendem Sonnenschein bei dem sonst so unbeständigen Wetter.

Die Fahrt durch den anbrechenden Abend mit dem goldenen Licht in dem sich färbenden Wald war ein wunderbarer Übergang zum nächsten Programmpunkt: Ein deftiges Abendbrot im traditionellen Landgasthof „Zum Rebstock“ in Fürth mit je nach Wahl, Hand-, oder
Kochkäse, mit oder ohne Musik oder aber herzhafte Würstchen und leckerem Bauernbrot.

Gesättigt und müde stiegen die Fahrgäste in den Bus, den der Fahrer nach einem erstaunlichen Rangiermanöver in der engen Gasse beim Gasthaus vorfuhr. Zum Schluss sorgte noch ein Stau für ein Hindernis, so dass sich die Ankunftszeit nach hinten verschob, aber – Gott und dem kompetenten Busfahrer sei Dank – kam die Gruppe behütet und erfüllt mit vielen Eindrücken an.

Gute Gespräche während der Fahrt waren ein willkommenes Nebenprodukt und sicher hat der Austausch dazu gedient, am Leben anderer teilzunehmen. Ein besonderer Dank geht an die Begleiter und Organisatoren Pastor Hartmut Krämer mit Ulrich und Monika Dietz.


Kleidertauschparty

„Getragen. Geliebt. Gerettet.“ Das dachten sich einige unserer Gemeindemitglieder als sie vergangenes Wochenende bereits zum dritten Mal eine Kleidertauschpartyorganisierten.

Alle Teilnehmenden brachten gut erhaltene Kleidung mit und konnten diese untereinander austauschen. So bekommt jedes Kleidungsstück die Chance auf ein zweites Leben. Ziel dieser Veranstaltungen war und ist es, ein nachhaltiges und gemeinschaftliches Event in unserer Gemeinde zu veranstalten. Die Organisatorinnen wollten zeigen, dass Mode auch umweltfreundlich, kreativ und sozial sein kann – und dass Teilen einfach mehr Spaß macht als wegwerfen.

So wurden an diesem Samstag nicht nur Kleidungsstücke fröhlich untereinander ausgetauscht, sondern auch Kontakte, Freude und ganz viel Spaß.

Danke an alle Mitwirkenden für diese tolle Idee!


WDL-Musicals

Vorhang auf! Am 17. und 18. Oktober wurden in unserer Gemeinde die WDL-Musicals aufgeführt.

Aber von Anfang an: Zum Proben der Lieder und für viel gemeinsame Zeit fanden zunächst 2 WDL-Freizeiten statt. Die Kinderfreizeit wurde vom 12.-17.10. in Heisterberg veranstaltet und die Jugendfreizeit vom 14.-19.10. in Frankfurt.

Hier wurden die Teilnehmer ihrem Alter entsprechend gefördert und bekamen viele positive Eindrücke in biblische Geschichten.

Das Abschlusskonzert der 91 mitwirkenden Kinder am Freitag um 17.00 Uhr unter dem Titel “Esther – Der Stern Persiens“ wurde vor ca. 600 Zuschauern aufgeführt. Es gab lange Schlangen vor dem Einlass. Wer es auf seinen Platz geschafft hatte, durfte ein motiviert und sehr anschaulich dargebotenes Musical mit vielen verschiedenen Liedern, Tanz- und ausdrucksstarken Theaterszenen erleben. Es wurde die Geschichte der Esther dargestellt, in der Themen wie Macht, Intrigen und Enttäuschung thematisiert und auf die heutige Zeit übertragen wurden. Dargestellt wurde dies, in dem eine Gruppe Kinder unter anderem mit dem verrückten Professor Dr. Theo Logie im Gespräch war.

Die 72 Jugendlichen hatten ihr erstes Konzert am Samstag ab 19:00 Uhr mit dem Thema “Josef – Ein traumhaftes Leben”. Das Abschlusskonzert fand dann am Sonntag in der FeG Herborn statt. Es waren über 350 Zuschauer im Saal. Viele Begeisterte WDL Jugendliche und Familien konnten sich im Saal begegnen und erlebten ein anspruchsvolles Musical mit zum Teil mehrstimmigen Liedern. Thema war die Geschichte von Joseph mit den Themenschwerpunkten Neid, Trauer und Konkurrenzkampf, aber auch dem guten Plan Gottes. Die Übertragung der Inhalte der biblischen Geschichte fand sehr fließend zwischen dem Musical und einer dargestellten Musicalprobe statt. Damit gelang die Verbindung der Josefgeschichte mit der Gegenwart.

Eine Teilnehmerin berichtete von ihrer eigenen Situation, ihren Vater nicht zu kennen und damit umgehen zu müssen, aber gleichzeitig Trost und Angenommensein von Jesus zu erleben.

Die ausführlichen Geschichten hinter den beiden Musicals finden sich auch auf der WDL-Webseite.

Neben den zahlreichen Anwesenden konnte eine Reihe an Personen die beiden Musicals im Livestream erleben. Bei dem Kindermusical waren auch die Jugendlichen per Stream in Frankfurt mit dabei.

Trotz der großen Anzahl an Kindern und Jugendlichen waren alle diszipliniert und hoch motiviert dabei. Die ein oder andere Träne wurde zum Abschied geweint, aber im kommenden Jahr werden sich viele sicher zur nächsten Freizeit wieder sehen.

Wer nicht dabei sein konnte, kann sich beide Musicals über den entsprechenden Link auf unserem FeG Gießen Kanal anschauen:

Kindermusical “Esther – Der Stern Persiens”

Jugendmusical “Josef – Ein traumhaftes Leben”


Taufe

Was für eine Freude! Letzten Sonntag durften wir in unseren Gottesdiensten sechs Taufen erleben und hören, wie die Täuflinge zu Jesus gefunden haben. Welch ein Vorrecht mitzuerleben, wie wundersam Gott in seine Nachfolge beruft und Leben verändert.

Wir wünschen den Täuflingen Gottes Segen und freuen uns sehr mit ihnen!


Frauenfreizeit 2025

Be(f)reit
Fünfzig Frauen in den unterschiedlichsten Lebensphasen erlebten im spätsommerlichen Burbach ein tief gehendes, entspanntes und heiteres Wochenende. Vielleicht fragst du dich jetzt, wie das alles in nur ein Wochenende passt. Es passte, weil Jesus im Fokus stand und sich jede Frau mit ihren Gaben eingebracht hat.

Sylvia Pfrommer, Theologin und Mitglied unserer Gemeinde, leitete uns fundiert durch unser Thema „Be(f)reit“. Die Themenreise begann mit einer Bestandsaufnahme, die unsere Identität in Beziehung zu unserem Gott aufzeigte, wenn wir ihn nicht erkennen.  Aus der ehrlichen Erkenntnis gelangen wir über Glauben und Umkehr in eine neue Identität, die wir durch das Geschenk der Gnade erhalten. Gnade, die allein Jesus Christus schenkt, denn er trägt unsere Sünden, für die er am Kreuz gestorben ist. Sylvia gab uns einen guten Leitfaden, wie wir Bibeltexte lesen, verstehen und anwenden können.
So konnten wir verstehen, was es heißt, aus der Fülle der Gnade zu leben. Ein sichtbares und spürbares Zeichen der Gnade Jesu ist das Abendmahl, das wir gemeinsam miteinander feierten. Wir verstanden, dass wir in unserer wahren Identität als Kind Gottes leben können, weil uns der Heilige Geist befähigt, täglich mit Jesus in jeder Situation unterwegs zu sein. Für manche von uns war dieses Bewusstwerden eine heilsame und ermutigende Erinnerung und für manche Frau eine völlig neue Erkenntnis.

In vielen Gesprächen konnten wir einander besser kennen lernen, gemeinsam das gute Essen genießen und die umliegenden Waldwege erwandern.

In einer Extra – Gebetszeit traten wir für die Missionare unserer Gemeinde ein.

Uns begleiteten ein wunderschön gestaltetes Freizeitheft und ein Liederheft, das Grundlage für unseren Lobpreis war. Einige Frauen leiteten uns musikalisch an, so dass es ein Wohlklang im ganzen Haus war.

Ein Wohlklang war auch das gemeinsame Lachen bei den vorbereiten Spielen am bunten Abend, der von engagierten Frauen liebevoll gestaltet wurde. Sie verwöhnten uns sogar mit einer tollen Candy – Bar!!

Ja, wir erlebten ein Wochenende in Fülle, das jede Frau gestärkt und be(f)reit in ihren Alltag zurückkehren ließ.


Taufe

Was für eine Freude! Letzten Sonntag durften wir in unserem Morgengottesdienst 3 Taufen erleben und hören, wie die Täuflinge zu Jesus gefunden haben. Welch ein Vorrecht mitzuerleben, wie wundersam Gott in seine Nachfolge beruft und Leben verändert.

Wir wünschen den Täuflingen Gottes Segen und freuen uns sehr mit ihnen!


Familienfest

Ein Fest für groß und klein! Glückliche Kinder und entspannte Eltern… so könnte man das Familienfest vom 05.09. wohl mit wenigen Worten zusammenfassen.
Von 16-18 Uhr fand das Fest bei hervorragendem Wetter auf dem Gelände der FeG statt. Ungefähr 37 Kinder verbrachten hier mit ihren Eltern, Großeltern und weiteren Familienmitgliedern einen tollen Tag.

Es gab viele Angebote: neben dem Menschenkicker, einer Hüpfburg, einer Bastel- und Knetstation, dem Spiel „Tischlein, deck dich“ sowie einem Spielkreisel gab es das große Highlight – ein Puppentheater! Dort freuten sich die Kinder mit dem Hirten, als er sein verlorenes Schaf wiederfand. Alle lauschten aufmerksam und erfreuten sich sehr an den Puppen. Nach dem Theaterstück gab es noch ein gemeinsames Abendessen, welches diesen schönen Tag beendete.

Überall waren lachende und glückliche Gesichter zu sehen und als ein Kind gefragt wurde, was „das Coolste an dem Tag war“, sagte es: „Ich kann mich gar nicht entscheiden.“


Weltkindertag 2025

Und woher kommt die Limonade? „Von Jesus!“

Schönes Wetter, begeisterte Kinder, neue Kontakte, Jesus im Mittelpunkt – Gott hat die Teilnahme unserer Gemeinde am Fest zum Weltkindertag zu einem reichen Segen für Teilnehmer und Mitarbeiter gemacht.

Unser Stand begrüßte die Kinder und Familien mit Freude, Kreativität und der klaren Botschaft „Jesus liebt dich“. Es entstand ein echter Herzensort: liebevoll vorbereitet, voller Begegnungen, Lachen und liebenswürdiger Momente. An der selbstgebauten Limo-Bar durften die Kinder eigenständig Limonade herstellen. Zu der Frage, woher die Limo kommt, antwortete ein Kind, bezogen auf ein großes Schild, „von Jesus!“ Das Puppentheater „die 3 Geschwister“ – angelehnt an das Gleichnis vom verlorenen Schaf – fand sehr großen Anklang, sodass Familien extra zu den jeweiligen Aufführungszeiten zum Stand zurückkehrten.

Im „Selfie-Bus“ durften die Kinder und Familien Fotos machen, auch mit der Aufschrift „Jesus liebt dich“. Dadurch konnten sich die Kinder nicht nur an diesen tollen Tag und, laut einer Oma, „die coolste Attraktion“ erinnern, sondern auch daran, dass Jesus sie liebt.

Schließlich gab es wieder den beliebten Menschenkicker, und so wurde etwas für Kinder in jedem Alter angeboten.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die zu diesem gelungen Tag beigetragen haben. Vielen Dank für euren Dienst!


Herzliche Begrüßung

Hast du das schon mal eine andere Gemeinde besucht, vielleicht im Urlaub? Gerade wenn man zum ersten Mal in eine andere Gemeinde kommt, freut man sich über eine freundliche Begrüßung.
Auch bei uns gibt es einen Begrüßungsdienst, der alle Besucher – ob langjährige Mitglieder oder erstmalige Gäste – ganz herzlich willkommen heißt.

Wer zum ersten Mal einen Gottesdienst in unserer Gemeinde besucht, wird mit einem Lächeln begrüßt und bekommt eine Begrüßungsmappe mit allen wichtigen Informationen, alle anderen bekommen auf Wunsch den wöchentlichen Infoflyer (und natürlich auch ein Lächeln).

Die verschiedenen Teams im Morgen- und Abendgottesdienst freuen sich über Zuwachs. Melde dich einfach bei ihnen, wenn das auch etwas für dich wäre.


GeWo 2025

Es war mal wieder Zeit für Gießens „größte WG”. Am 12. August startete die diesjährige GeWo – gemeinsame Woche. Auch in diesem Jahr bezogen zahlreiche Jugendliche im Alter von 14-20 Jahren in den Räumen unserer Gemeinde ihr Quartier, sodass insgesamt 100 Personen eine Woche lang Gemeinschaft unter einem Dach erlebten.

Nach Schule, Uni und Arbeit startete jeden Nachmittag ein buntes Programm an Aktivitäten. So konnten alle Teilnehmenden zwischen geistlichen Seminaren, verschiedenen Sportangeboten und kreativen Workshops wählen. Die Woche stand unter dem Motto „Meisterplan“. Damit wurde den Jugendlichen verdeutlicht, welches Meisterwerk und welchen Masterplan Gott für unsere Welt hat. In täglichen Andachten und Vorträgen erfuhren die Teilnehmenden, dass Jüngerschaft nicht nur bedeutet an Jesus zu glauben, sondern ihm auch aktiv nachzufolgen.

Dank unserer Missionarin Sabina Höll nahmen in diesem Jahr auch zwei spanische Jugendkreise an der GeWo teil und wir durften erleben, wie Gott auch sprachliche Barrieren vereint.

GeWo bedeutet jedes Jahr auch „Ausnahmezustand und wie jedes Jahr wurden die Teilnehmenden mit unzähligen selbstgebackenen Kuchen und anderen Leckereien verwöhnt.
Vielen Dank an alle die einen Kuchen gebacken haben und ein riesengroßes Dankeschön an alle Köchinnen, Köche und Mitarbeitende für euren Einsatz!

Hier geht es zum GeWo-Video


Männerausflug

Mehr als nur ein Ausflug. Morgens am 23. August trafen sich Männer von der FeG Gießen für einen gemeinsamen Ausflug. Das Ziel war Leica in Wetzlar im Leitz- Park.
Die Männer erwartete eine spannende Führung durch die Leica Welt – von Klassik bis Hightech – und einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Fertigung.

Die Männer starteten mit der Führung durch das Werk: hinter Glasfenstern konnten sie den sorgfältigen, handwerklichen Fertigungsprozess der legendären Leica-Kameras beobachten. Im Anschluss tauchten sie eigenständig in das Ernst Leitz Museum ein.

Nach dem Museumsbesuch gab es ein köstliches Buffet in der Alm Hütte in unmittelbarer Nähe. Die Aussicht war atemberaubend und bildete den perfekten Hintergrund für ent-spannte Gespräche über Fotografie, Inspiration und die Schönheit des Naturpfads, den die Männer gleich nach der Stärkung entlangliefen.

Danach führte der Weg hinaus in die Natur – je nach Lust und Kondition auf dem kurzen Leica-Naturpfad, einer sportlichen Stadtrunde oder gar einer 17-Kilometer-Wanderung bis zurück nach Gießen. Wind im Haar, Kamera in der Hand – beste Voraussetzungen, um mit geschärftem Blick Motive neu zu entdecken.

Ab ca. 15:30 Uhr trafen sich die Männer zum Kaffee an der Reither Alm, bevor diese dann ab 17:30 wieder zur FeG Gießen fuhren.
Ab 17:30 Uhr gab es einen Ausklang bei der FeG mit leckerem Essen, kühlen Getränken und einem geistlichen Impuls. Eine Andacht unter dem Leitgedanken „Gottes Blick ruht auf dir“ bildete den Schlusspunkt des Tages.

Der Tag in der Leica Welt war mehr als nur ein Ausflug: Er verband Technik und Kunst, Natur und Gemeinschaft, Genuss und Spiritualität. Eine gelungene Mischung aus Fotomagie, Inspiration und tiefgründigen Impulsen – ein Erlebnis, das sicher noch lange nachwirken wird.


Mit Gott erlebt

Mein Name ist Oswald Heiny, 62 Jahre, verheiratet mit Regina, 3 erwachsene Söhne und 4 Enkel, seit November 24 Rentner. Ich kam 1986 zum Glauben an Jesus und gehörte 18 Jahre zum Ältestenkreis der Gemeinde.

Meine Leidensgeschichte begann vor 5 Jahren, als unser Sohn Andreas im Alter von erst 30 Jahren nach einer kurzen und schweren Krankheit auf der Intensiv-Station in Bad Nauheim verstarb. Dies war ein großer Schock für unsere ganze Familie, aber ganz besonders für mich, der ich eine besondere Beziehung zu Andreas hatte.

Ich habe dann einen großen Fehler begangen und bin, um mich abzulenken, recht schnell wieder arbeiten gegangen.
Eines Abends (meine Frau und ich waren im Wohnzimmer fernsehen) bekam ich meine erste Panikattacke, die in der Gestalt eines Herzinfarktes über mich kam. Wir riefen den Rettungsdienst an und ich kam in die Notaufnahme der Wetzlarer Klinik. Dort wurde mein Herz gründlich untersucht, aber keine Anzeichen für einen Infarkt gefunden.
Die Diagnose war vielmehr: nicht verarbeitete Trauer. Ich bekam zum ersten Mal in meinem Leben das Benzodiazepin Tavor, ein starkes Beruhigungsmittel (später dazu mehr). Ich konnte nachts nicht mehr schlafen ohne dieses Medikament. Manchmal irrte ich aber auch in der Nacht im Haus umher, weshalb meine Frau in dieser Zeit aus unserem Schlafzimmer auszog und in einem anderen Zimmer schlief. Sie musste ja am Morgen wieder zur Arbeit ins Gemeindebüro unserer FeG.

Bald schon folgte mein erster Psychiatrie-Aufenthalt in der Vitos-Klinik in Herborn. Ich bekam die Diagnose „schwere depressive Episode mit generalisierter Angststörung“. Dies äußerte sich bei mir hauptsächlich in ständiger innerer Unruhe, durch die ich nicht oder nur selten in der Lage war, am Tagesgeschehen und an den Therapien teilzunehmen. Ich brauchte immer mehr Medikamente und geriet schließlich in eine Abhängigkeit der Benzodiazepine.
Dies führte nach meiner Entlassung zu den typischen Merkmalen einer Sucht, nämlich Beschaffung bei verschiedenen Ärzten und Lügen gegenüber meiner Frau. Dies war sehr schlimm, da es natürlich unsere Beziehung belastete!

In der Folgezeit gab es noch weitere Klinik- und Reha-Aufenthalte, die aber auch keinen wirklichen Erfolg brachten.
Zweimal wurde ich disziplinarisch entlassen, weil ich mir eigenmächtig Medikamente besorgte, bzw. sogar aus dem Dienstzimmer der Station entwendete. Ich habe erleben müssen, wie eine Sucht den Menschen total verändert und er vor nichts zurück schreckt, seinen „Stoff“ zu besorgen.

Danach kam eine Phase, in der ich wieder zu arbeiten begann, allerdings immer noch unter starkem Einfluss von Medikamenten. In dieser Zeit habe ich sehr viel Bewahrung erlebt, da ich im Außendienst sehr viel im Auto unterwegs war. Irgendwann ging es aber dann nicht mehr, und ich wurde wieder krank geschrieben und war zuhause. Die Unruhe in mir konnte ich nur ertragen, wenn ich mich hinlegte, entweder auf dem Sofa oder im Bett. Unterbrochen wurde dies nur durch die Mahlzeiten.

In dieser Zeit und auch schon vorher gab ich meine Not an Freunde aus der Gemeinde als Gebetsanliegen weiter. Der Kreis der Beter wuchs im Lauf der Zeit und meine Situation wurde bei vielen in der Gemeinde bekannt. Ich nahm auch das Angebot der Gemeindeleitung Gebet der Ältesten nach Jakobus 5 in Anspruch.

Gott schien aber nicht zu reagieren?
Mein Leben blieb irgendwie hoffnungslos. Ich konnte nicht mehr in die Gottesdienste gehen, noch in unsere Kleingruppe. Ich konnte nicht mehr im Gottesdienst mitwirken (Musikteam oder Moderation) und auch nicht mehr am Abendmahl teilnehmen. Ich war zuhause in einer Art „Einzelhaft“. Meine Frau kam und ging und ich fühlte mich zuhause wie angekettet oder eingesperrt. In dieser Zeit entwickelte sich bei mir eine sogenannte „emotionale Taubheit“, d.h. ich konnte weder lachen noch weinen, im Gegenteil: wenn ich Menschen lachen hörte, war es für mich unerträglich.

An dieser Stelle möchte ich besonders meiner Frau danken, die mit viel Geduld das alles aushielt und sich nicht von mir abhalten ließ, ihrer Arbeit nachzugehen und die Gottesdienste und die Kleingruppe sowie andere Veranstaltungen der Gemeinde zu besuchen! Außerdem übernahm sie den ganzen Papierkram mit Krankenkasse und anderen Angelegenheiten, zu denen ich nicht mehr in der Lage war. Danken möchte ich auch all denen, die nicht aufgegeben haben, für mich zu beten.

Und so geschah vor einigen Wochen das Wunder: Ich musste mich tagsüber plötzlich nicht mehr hinlegen. Die Unruhe war fast gänzlich verschwunden! Ich bekam plötzlich wieder Antrieb, meiner Frau im Haushalt etwas zu helfen und draußen im Hof und Garten etwas zu arbeiten! Ich konnte wieder mit in den Gottesdienst gehen und an anderen Treffen der Gemeinde teilnehmen! Gott hat wirklich ein Wunder an mir getan! Dafür bin ich unendlich dankbar und es ist mit Worten kaum zu beschreiben!

Für solche Gebetserhörungen gibt es aber keine Garantie! Gott ist souverän! Er kann helfen, aber er muss es nicht. Gott ist kein Automat. Schon zur Zeit als Jesus auf der Erde war, heilte er auch nicht alle Kranken. Und auch heute bleiben Menschen und auch Christen krank und manche sterben ohne Wunder und „Happy-End“. Umso dankbarer bin ich, dass Gott nach langer Zeit spürbar und sichtbar eingegriffen hat. Was Ärzte nicht für möglich hielten oder andere Erklärungen dafür suchen, ist geschehen!

Am 27. Juli stand ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder auf der Bühne im Gottesdienst und habe der Gemeinde mit Gitarrenspiel und Gesang gedient! Ein Traum wurde wahr! Gott sei dafür geehrt und gepriesen!

Ich möchte alle ermutigen, die schon sehr lange für einen kranken Menschen oder ein anderes Anliegen beten, nicht zu resignieren, sondern weiter zu beten!

Zurück