Auf der Suche nach Glück

Liebe Gemeinde,

wir grüßen Euch ganz herzlich aus unserem neuen Zuhause in Curahuasi. Vielen Dank für all Eure Gebete, wir fühlen uns von Gott sehr getragen und versorgt. Hier beginnt nun die Regenzeit, wodurch alles grün wird. Das erinnert uns an den diesjährigen Losungsvers aus Offenbarung 21,5: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ Was wird uns dieses Jahr alles Neues begegnen? Was bereitet uns Sorge? Worauf hoffen wir in diesem neuen Jahr? Wir dürfen uns darauf verlassen, dass Gott zu jeder Zeit die Kontrolle hat und uns alles gibt, was wir brauchen. In ihm ist unser ganzes Glück!

An Silvester setzen viele Peruaner allerdings lieber auf einen bestimmten Brauch, um Glück zu erlangen. Dies konnten wir besonders gut am 31.12. auf dem Markt beobachten. Dort bestaunten wir unzählige gelbe Artikel. Von Unterwäsche bis Lametta kann an Silvester alles Mögliche in Gelb gekauft werden, da landesweit der Glaube geteilt wird, dass dies Glück bringe. Ganz nach dem Motto: „Dieses Jahr wird alles besser, du musst nur gelbe Unterwäsche tragen.“

Für die beiden Brüder John und Danni hat sich dieses Jahr jedoch noch nichts zum Besseren verändert. Zumindest wirkten sie nicht besonders glücklich, als Jonas die beiden letzte Woche beim Einkaufen im Ort kennenlernte. In zerschlissenen Klamotten fragten sie ihn, ob er Arbeit für sie hätte, damit sie sich ein Frühstück kaufen könnten. Wie sich nach ein paar Fragen herausstellte, ist Danni 14 Jahre alt und sein kleiner Bruder gerade mal 9. Was machen die Eltern? „Die gibt es nicht mehr. Wir leben bei unserer Tante.“ Und wo die sei? „Die arbeitet auf dem Feld.“ Diese wenigen Informationen reichen aus, um sich das harte Leben der beiden Jungs auszumalen, die schon als Kinder größtenteils auf sich allein gestellt zu sein scheinen. Zu Recht kann man sich fragen, worauf die beiden Jungs hoffen können. Werden sie einmal einen Beruf erlernen dürfen? Werden sie eine heile Familie erleben dürfen? Werden sie jemals echte Liebe und Zuwendung erfahren und wirklich glücklich sein? Allein in Peru geht es Tausenden von Kindern wie John und Danni. Da ist es sehr tröstlich zu wissen, dass Gott einmal alles neu machen wird. Er wird auch die Tränen dieser beiden Jungs abwischen.

Diese Begegnung hat auch unsere Vorfreude darauf erhöht, dass Jonas in wenigen Tagen mit der Arbeit beginnt. Eine Gruppe von Lehrkräften bereitet in der Schule ein einwöchiges Ferienprogramm für Kinder vor. Den ganzen Februar über laufen die Vorbereitungen für das neue Schuljahr, es finden Fortbildungen etc. statt, damit das Schuljahr dann am 1. März richtig starten kann. Jonas wird voraussichtlich viel Englisch unterrichten, worauf er sich sehr freut. Tatsächlich können die meisten Peruaner kaum bis gar kein Englisch. Er freut sich auch darauf, Jugendliche kennenzulernen und in sie investieren zu können.

Viele Grüße

Familie Waltersbacher

Auf der Suche nach Glück

Gebetsanliegen

  • Danke, dass wir eine gesegnete Sprachschulzeit hatten!
  • Danke, dass der Umzug und Einzug in Curahuasi reibungslos funktioniert haben!
  • Danke, dass die Kids unser neues Zuhause mögen!
  • Bitte dafür, dass in der Ferienwoche viele Kinder Jesus als ihren Herrn und Retter kennen lernen!
  • Bitte dafür, dass Jonas sich gut im Schulalltag einarbeitet!
  • Bitte dafür, dass wir ein Segen sein dürfen für die Quechua-Indigenen!
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