Sprachschule, Fußball und Götzentum in den Anden
Hallo liebe Gemeinde!
Wir grüßen Euch ganz herzlich aus der Inka-Hauptstadt Cusco. Vielen Dank für all Eure Gebete, wir fühlen uns von Gott sehr getragen und versorgt. Mittlerweile haben wir uns hier gut eingelebt. Unser Tagesablauf besteht darin, dass Lizzy von morgens bis mittags in die Sprachschule geht, um ihr Spanisch zu verbessern. Die Begegnungen mit den Straßenhunden und die Fahrten in überfüllten Bussen waren gerade am Anfang ein kleiner Kulturschock für uns. Jonas geht vormittags mit Leticia und Rosalie in einen nahegelegenen Kindergarten. Dort gehen unsere Mädels sehr gerne hin und lernen durch Lieder und den Kontakt zu den anderen Kindern bereits ein bisschen Spanisch. Jonas konnte interessante Gespräche mit der peruanischen Erzieherin Mapy führen. Dadurch hat er einiges über die Religiosität der Bevölkerung erfahren. Auch zu den Eltern der anderen Kinder konnten wir bereits Kontakt aufnehmen und wurden von einer Familie sogar eingeladen.
Wir sind sehr dankbar für solche Begegnungen mit Einheimischen.
Wir beten dafür, dass Gott uns dafür gebraucht, seine Liebe durch Wort und Tat weitergeben zu können. Besonders dankbar sind wir für den Taxifahrer Omar, den Gott uns ins Leben gestellt hat. Er fährt Jonas und die Mädchen jeden Tag zu einem fairen Preis in den Kindergarten und holt sie wieder ab. Mit ihm und seinen Freunden geht Jonas seit einiger Zeit einmal in der Woche abends Fußball spielen. Unter den Fußballspielern, die hauptsächlich aus anderen Taxifahrern und Automechanikern bestehen, herrscht oft ein sehr schroffer Umgangston, und Konflikte werden sehr emotional ausgetragen. Fairplay ist auf dem Platz eher ein Fremdwort. Andererseits werden ständig Witze gemacht und Jonas fühlt sich in der Gemeinschaft herzlich aufgenommen.
So wie Omar sind viele Peruaner katholisch und glauben an Gott. Andererseits glauben sie aber auch an die Kraft anderer Mächte wie der Berggötter oder sind abergläubisch. In den letzten Wochen hat uns besonders die Verehrung der Natur vieler Menschen beschäftigt. Oberhalb der Stadt gibt es zum Beispiel unzählige Ruinen alter Heiligtümer, von denen wir einige nachmittags besucht haben. In diesen praktizieren nachts viele Peruaner noch immer uralte Bräuche der Inka. Typischerweise werden der Mutter Erde, „la Pachamama”, verschiedene Dinge wie Nahrungsmittel, Spielgeld oder Cocablätter durch Verbrennung geopfert. Die Menschen erhoffen sich dadurch Glück und Reichtum. Andere praktizieren unter Anleitung eines Schamanen bestimmte Riten, um anderen Personen Segen oder Flüche zuzusprechen. Es hat uns erschrocken, zu sehen, dass viele Menschen zwar an Gott glauben, aber gleichzeitig den Lügen des Teufels nachlaufen und sich bösen Mächten hingeben, um Glück und Erfüllung zu finden. Bitte betet für das peruanische Volk, dass viele Menschen sich auf die Suche nach der Wahrheit machen und Jesus Christus finden, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.
Herzliche Grüße an Euch!
Gebetsanliegen
- Danke, dass wir gut in Peru angekommen sind und Spanisch lernen dürfen!
- Danke, dass Leticia und Rosalie so gerne in den Kindergarten gehen!
- Danke für Kontakte zu Einheimischen und die Möglichkeit, unseren Glauben zu teilen!
- Bitte dafür, dass Jonas auf und neben dem Fußballplatz einen sichtbaren Unterschied macht und so Jesu Liebe weitergibt!
- Bitte für die nächsten Schritte bis Dezember: die Beantragung des Visums für unsere Kinder, das Ablegen der peruanischen Führerscheinprüfung und den Umzug nach Curahuasi sowie die Einrichtung unserer Wohnung dort!
