Unbeugsam: Keine Kompromisse in feindlicher Umgebung
Liebe Gemeinde!
»Josua tat, was Mose ihm gesagt hatte. Er führte seine Männer in den Kampf gegen die Amalekiter. In der Zwischenzeit stiegen Mose, Aaron und Hur auf den Hügel. Solange Mose seinen Arm hochhielt, waren die Israeliten im Vorteil. Doch immer, wenn er seinen Arm sinken ließ, gewannen die Amalekiter die Oberhand.« (Ex. 17, 10-11)
»Unbeugsam« war das Thema des Open-Doors-Jugendtages 2026. Verfolgte Geschwister aus der ganzen Welt erzählten von ihrem Zeugnis und ihrem Dienst weltweit: Vina* aus Indonesien, die Opfer eines Attentats wurde und den Tätern vergeben konnte. Pastor Boureima aus Burkina Faso, der Verfolgung erfuhr, als er zum Glauben kam und weitere Zeugnisse aus Nordkorea, Mexiko und Zentralasien.
Unter den Sprechern war auch Nihad, ein Pastor der palästinensischen Kirche in Bethlehem. Insgesamt sind palästinensische Christen mit 1% auf alle palästinensischen Gebiete eine Minderheit und erleben Anfeindungen. Die Auseinandersetzung zwischen den Palästinensern und Israelis überschattet alle Bereiche des Lebens. Junge Leute verlieren die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und verbringen vermehrt Zeit an ihren Smartphones. Sie tun sich schwer ihre Identität zu finden. Bewegungsfreiheit ist durch Kontrollen und Checkpoints auf dem Weg zu nahegelegenen Städten erschwert. Es herrscht große Angst: »Was kommt morgen? Werde ich diesen Tag noch erleben?«
In dieser Hoffnungslosigkeit wächst auch eine Sehnsucht nach Freiheit und danach, den lebendigen Gott zu erleben. Nach einer Missionsreise kamen junge Leute zu Pastor Nihad und hatten sich etwas überlegt. Im Wissen, dass Gott die Ernte vorbereitet und vor der Ernte die Bauern erst einmal die Erde durchpflügen müssen, nahmen sie sich deshalb vor, einen ganzen Monat betend für und durch die Straßen der Stadt zu gehen.
Unser Gott ist ein Gott der Wunder und erhört Gebete, so Pastor Nihad. Er erzählt von einem jungen Mann, der operiert werden sollte. Er hatte ein Loch in seinem Herzen, das Schlaganfälle in seinem Gehirn verursachte. Im Hintergrund betete die Gemeinde. Als die Ärzte ihn aufschnitten, fanden sie kein Loch mehr und suchten zwei Stunden danach. Als der Mann aufwachte, pries er Gott und rief: »Gott, hat mich geheilt.«
Ein ehemaliger Muslim bat Pastor Nihad unter Tränen um Gebet, weil er seine Familie nicht versorgen konnte. Pastor Nihad betete: »Gott, wenn da eine verschlossene Tür ist, du kannst sie öffnen.« Einen Tag später rief der Mann aufgeregt an, dass er einen Job bekommen hat. Was bei der Arbeitslosigkeit von 80% in diesem Gebiet so gut wie unmöglich war, hat Gott vollbracht.
So wie Mose auf dem Berg seine Hände erhob, können auch wir für unsere verfolgten Geschwister einstehen und beten, während sie – wie Josua – auf dem Kampfplatz stehen!
Gebetsanliegen
- Danke für die Wunder, die Gott schon im Nahen Osten getan hat und auch weiterhin tut.
- Bitte betet, dass die junge Generation im Nahen Osten Gottes Frieden erlebt.
- Bitte betet für einen geistlichen Durchbruch, damit junge Leute, trotz der Widerstände mutig das Evangelium verkünden.
- Bitte betet, dass wir in unserem Glauben keine Kompromisse eingehen und, dass wir und auch unsere verfolgten Geschwister mehr in Gottes Wort zu Hause sind, als in den Sozialen Medien.
