Wir haben die Bibel, Liebe und eine Tasse Kaffee

Liebe Gemeinde!

Wer donnerstags das Café Hope im Raum D11 betritt, spürt schnell: Hier begegnen sich die unterschiedlichsten Menschen – mit Geschichten und Fragen, viele mit Sehnsucht nach Gemeinschaft und mit Fragen zum Glauben. Und mittendrin: Ehrenamtliche wie Lena, Murat und Lukas (aus Sicherheitsgründen Namen geändert). Drei Menschen, drei Wege – aber ein gemeinsames Ziel: lebendige Hoffnung weiterzugeben.

Lena ist 25, studiert Theologie und Soziale Arbeit – und ist frisch Gemeindemitglied geworden. Was sie ins Café Hope führt, ist ihre starke Überzeugung: „Ich habe selbst erlebt, wie sehr das Evangelium Hoffnung schenkt. Diese Hoffnung will ich weitergeben – gerade an Menschen, die in herausfordernden Situationen sind.“ Am meisten berühren sie die Momente, in denen Gäste zum ersten Mal die Bibel aufschlagen oder durch das Evangelium tief bewegt sind. „Manchmal höre ich die vielen Sprachen um mich herum und denke: Wie schön wird es im Himmel sein, wenn Menschen aus allen Nationen Gott loben. Und wir dürfen hier einen kleinen Vorgeschmack erleben.“

Murat ist ein echtes Urgestein. Seit über 20 Jahren ist er Teil des Teams – eingeladen damals von einem anderen Mitarbeiter. „Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich das erste Mal die Tür öffnete – ich spürte, wie Gott mich hier haben wollte.“ Seitdem übersetzt er, hört den Lebensgeschichten der Gäste zu, teilt seinen Glauben. „Was mich antreibt? Es ist eine Freude, hier zu sein. Wir sehen das Leid – und wissen, dass nur Jesus echte Heilung und Hoffnung schenken kann.“ Dass sich immer wieder Menschen für ein Leben mit Jesus entscheiden, macht ihn dankbar – und er erlebt Gottes Kraft und Führung in den Gesprächen, die er führt.

Lukas kam 2017 zur Gemeinde – und ist neben dem Café Hope auch Teil der persischen Gemeinde. „Jesus hat uns in Matthäus 28 beauftragt, in alle Welt zu gehen. Und hier kommen die Menschen zu uns, die in ihren Heimatländern teilweise schwer erreichbar sind – wir müssen sie nicht mal suchen.“ Er selbst stammt von einem muslimischen Hintergrund. Dass er jetzt Teil von Café Hope ist, sieht er als Antwort auf diesen Auftrag: „Und ich mag die Art und Weise der Verkündigung: Wir kommen nicht mit dem Schwert– sondern mit Liebe, Bibel und einer Tasse Kaffee.“ Besonders schätzt er, dass Menschen sich verändern, ihr Leben neu ordnen – und aktiv Teil der Gemeinde werden. „Man lebt nicht gemeinsam in einem Haus, ohne mitzuarbeiten. Gemeinde ist Familie. Jeder kann etwas geben.“ Deshalb freut er sich, wenn noch mehr Menschen in der Gemeinde ihren Platz finden und sich mit ihren Begabungen einbringen.

Ein sehr vielfältiges Team – und doch eine gemeinsame Mission. Café Hope ist Teil von der Hope Gießen Arbeit, die noch viele weitere Bereiche umfasst. Die Hope Arbeit lebt von Menschen, die ihre Zeit schenken, die zuhören, von ihrer Hoffnung in Jesus erzählen, mit anpacken und vieles mehr. Und genau solche Menschen werden weiterhin gebraucht. Nicht perfekt. Nur bereit.

Wir haben die Bibel, Liebe und eine Tasse Kaffee

Gebetsanliegen

  • Dankt Gott mit uns von Herzen für seine Treue und sein Wirken in den vielen Jahren dieser Arbeit
  • Bitte betet für das Wirken des Heiligen Geistes, dass Menschen das Evangelium verstehen und ihr Leben Jesus anvertrauen
  • Betet für die Gäste, die aus Gießen weggezogen sind, dass Gott weiter in ihren Herzen wirkt und sie anderen Christen begegnen
  • Betet für Liebe, Geduld, Mut und Führung des Heiligen Geistes, wenn Mitarbeitende die Gäste kennenlernen und ins Gespräch kommen
  • Betet, dass sich nach wie vor viele Geflüchtete aus dem Camp einladen lassen und in die Gemeinde kommen
  • Bitte betet für weitere Mitarbeitende, die sich gerne einbringen
  • Betet für die weiteren Bereiche der Hope Arbeit (u.a. Frauentreff, Persische und Arabische Versammlung)
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