Denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben! (Apg. 4,20)

Liebe Gemeinde,

vor ein paar Tagen bekam ich einen Anruf von der Ehefrau eines meiner alten Dozenten aus meiner Studienzeit. Längst im Ruhestand, ist sie aktiv in ihrer Gemeinde um einer türkischen Familie zu helfen. Die Türken sprechen leider sehr wenig Deutsch, haben aber Interesse am christlichen Glauben und kommen in die Gemeinde.

In einem längeren Gespräch überlegten wir, welche Bücher und Glaubenskurse für einen Taufunterricht hilfreich sind. Gerade in der Vorweihnachtszeit gibt es durch christliche Bräuche und Festtage reichlich Anknüpfungspunkte über unseren Glauben zu reden.

Damit es nicht an Sprachhürden scheitert, haben wir in Arabisch, Türkisch und Persisch zweisprachige Grußkarten gedruckt, mit denen man ohne Probleme ins Gespräch über Weihnachten kommen kann. Alle Texte auf den Karten sind auch in Deutsch. Fünf Themen stehen zur Auswahl, jedes wird anhand eines Bibelverses entfaltet.

Einen Tag später fragte sie nach, ob wir nicht auch Weihnachtslieder in Türkisch-Deutsch hätten, damit die Gottesdienstbesucher auch den Inhalt der Lieder im Gottesdienst verstehen könnten.

Gerne kam ich der Bitte nach und schickte ihr fünf Weihnachtslieder in Türkisch. Viele Christen wissen nicht, dass es die Weihnachtsklassiker wie „Stille Nacht, heilige Nacht“ auch in Türkisch und Arabisch gibt. Das wollen wir gerne ändern. Auf unserer Homepage möchten wir diese Liedtexte gerne zweisprachig zum Download zur Verfügung stellen. Dazu suchen wir allerdings Unterstützung in der Umsetzung.

Bitte betet mit für ehrenamtliche Mitarbeiter, die uns gerade im technischen Bereich helfen können. Immer wieder kommt es in unserer Zentrale zu Störungen in unserem Netzwerk, was die Arbeit im Lager und der Verwaltung behindert.

Seit vielen Jahren bieten wir den Gefängnissen in Deutschland Abreißkalender für türkische Gefangene an. Leider ist es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden dafür eine Genehmigung der Justizministerien zu bekommen. Besonders in NRW, einem der bevölkerungsreichsten Bundesländer gibt es Schwierigkeiten. Zurzeit wird der Inhalt unseres Kalenders von einem Islamwissenschaftler im Ministerium geprüft. Wir haben den Eindruck, dass man sich in unserem Land zunehmend schwer tut im öffentlichen Raum christliche Angebote zuzulassen. In einigen Bundesländern wird unser Angebot schon direkt im Justizministerium abgelehnt. Deshalb freuen wir uns besonders, dass es in den östlichen Bundesländern keine Probleme gibt. Einzelne Gefängnisseelsorger bestellen sogar für ihre Gottesdienste Neue Testamente in vielen Sprachen und großer Stückzahl. Das sind dann besondere Highlights in unserer Arbeit.

So hatten wir auch eine große Bestellung aus einem Gefängnis in Österreich. Ein Gefangener war zum Glauben gekommen und wollte unbedingt im Gefängnis Neue Testamente und Bibeln verteilen.

Nach wie vor sind wir auf der Suche nach jüngeren engagierten Vorstandsmitgliedern für unseren Verein, da einige langjährige Mitglieder gerne ihre Mitarbeit beenden wollen.

Ebenso ist die Suche nach einem Nachfolger für mich als Missionsleiter ein Gebetsanliegen.

Denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben! (Apg. 4,20)

Gebetsanliegen

  • Danke für alle offenen Türen in den Gefängnissen in Deutschland
  • Danke für alle Gefängnisseelsorger, die für Ausländer und Migranten christliche Schriften und Bibeln bestellen
  • Bitte um ehrenamtliche Mitarbeiter, die technisch versiert sind
  • Bitte um Vorstandsmitglieder für den Verein Orientierung
  • Bitte um einen Nachfolger für Reinhard in der Missionsleitung
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