Englischer Book-Club in Cáceres
Liebe Gemeinde,
eine meiner Aufgaben bisher war es in der englischen Sprachschule „English Connect“ meiner Kollegin Betsy auszuhelfen. Die Sprachschule war wie eine Nachmittags-Nachhilfe in Englisch für Schulkinder, aber unser größtes Anliegen und das Ziel dieser Schule war es, mit den Menschen in unserer Stadt in Kontakt zu kommen. Deshalb war auch meine Aufgabe bei English Connect nicht der Unterricht, sondern der Kontakt mit den Eltern. Bei Festen oder auch während ich saisonale Dekoration der Räumlichkeiten änderte, konnte ich mit den Eltern, die ihre Kinder zum Unterricht brachten oder abholten, ein wenig ins Gespräch kommen. Ich erzähle das alles in der Vergangenheitsform, da wir die Schule diesen Sommer schließen mussten (davon erzähle ich etwas mehr in meinem letzten Rundbrief).
Doch auch wenn die Sprachschule schließt, bleiben die Kontakte hoffentlich erhalten und mein Team und ich sind jetzt auf der Suche nach Ideen und Möglichkeiten, um diese Beziehungen aufrechtzuerhalten. Eine dieser Möglichkeiten ist der Book-Club. Über die Sprachschule haben wir schon seit einigen Jahren die Möglichkeit angeboten, ein Buch auf Englisch zusammen zu lesen und uns bei den 14-tägigen Treffen darüber auszutauschen. Dieses Jahr war ich auch zum ersten Mal Teil des Book-Clubs und wir haben beschlossen, uns in den kommenden Jahren auch ohne die Sprachschule weiter zu treffen, um Bücher gemeinsam zu lesen.
Die Bücher die wir zum Lesen aussuchen, haben immer Themen, die zum Nachdenken anregen oder tiefere Gespräche fördern. Dieses Jahr haben wir unter Anderem das Buch „Wonder“ (von R. J. Palacio) gelesen und über verschiedene Themen aus dem Buch geredet. Zum Beispiel, was es bedeutet anders zu sein und herauszustechen, oder warum Freundlichkeit gegenüber anderen auch uns selbst guttut. Bei einem Treffen kam auch ein Gespräch über den Himmel auf, da der Protagonist des Buches sich fragt, ob er auch im Himmel noch leiden muss. Das gab meiner Kollegin Kristin und mir die Möglichkeit, die Sicht der Bibel auf den Himmel zu beschreiben.
Solche alltäglichen Dinge, wie ein Buch lesen, einen Kaffee trinken oder spazieren gehen, können wir alle nutzen, um mit unseren Bekannten und Freunden über Gott ins Gespräch zu kommen und um unseren Glauben mit ihnen zu teilen. Denn auch Jesus hat die ganz normalen Situationen im Alltag genutzt, um seinen Jüngern mehr über Seinen Vater im Himmel zu erzählen. Für solche „natürlichen“ Möglichkeiten beten wir in Cáceres, damit wir mit Menschen in Kontakt bleiben können, aber vor allem, damit diese Menschen Jesus kennenlernen können.
Gebetsanliegen
- Danke für den Book-Club und die Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben
- Bitte für Weisheit bei der Buchauswahl, sodass weitere gute Gespräche auch über den Glauben zustande kommen können
- Bitte dafür, dass ich die Beziehungen zu den Teilnehmern im Book-Club ausbauen kann und vielleicht sogar Freundschaften daraus entstehen können
- Bitte für weitere gute Ideen und Möglichkeiten des Alltags um unsere Kontakte der Sprachschule aufrechtzuerhalten
