Gott geht es um Menschen

Heute will ich euch von meiner Gemeinde hier in Cáceres erzählen und wie sie in kurzer Zeit eine bemerkenswerte Kehrtwendung gemacht hat. Zu Beginn des Jahres hat die Gemeindeleitung uns ein neues Kleingruppenkonzept vorgestellt. Sie wollen den Kleingruppen, die wir seit einem Jahr haben, ein neues Ziel und Aufgabe geben. Gerade lernen wir also in einem 12-wöchigen Kurs, wie wir dieses Konzept umsetzen können. Es beruht auf der ersten Gemeinde, die in Apostelgeschichte 2, 42-47 beschrieben wird. Dort sehen wir, dass das Leben der ersten Christen vorwiegend in den Häusern stattfand. Die Gemeinde versammelte sich auch im Tempel, um von den Aposteln zu lernen, denn das führte letztlich zu einem veränderten Leben. Aber die Lehre war nicht das was Familie, Freunde oder Nachbarn beobachten und miterleben konnten. Was sie aber sehen konnten, war das Leben der ersten Christen, denn ihr Leben in ihren Häusern und damit auch der Glaube waren zu dieser Zeit nicht etwas Privates. Es war für alle sichtbar, wenn Besucher in der Nachbarschaft da waren. Alle konnten sehen und miterleben, wenn jemand anfing sein Essen oder Hab und Gut mit anderen zu teilen. Die Freude und das herzliche Miteinander waren nicht zu übersehen und Nachbarn und Freunde wurden mit tiefer Ehrfurcht erfüllt und bestimmt auch neugierig darüber, warum die ersten Christen so lebten. Und das wiederum eröffnete Möglichkeiten von Jesus zu erzählen, aber auch um zum nächsten gemeinsamen Essen im eigenen Haus einzuladen. Das Leben der ersten Christen war beeindruckend und öffentlich. Das ist der Part, den die Menschen tun konnten. Und dann kommt Gottes Part: die Bibel sagt uns, dass Gott täglich neue Menschen zu ihren Versammlungen hinzufügte.

So laden wir nun Freunde, Kollegen oder Nachbarn ein. Wir essen zusammen, teilen, nehmen Rücksicht auf andere und sind bereit über unsere Treffen zu erzählen. Man merkt schon einen Unterschied. Gott hat auch schon angefangen. Die Kleingruppen haben neue Teilnehmer, aber auch unsere Gottesdienste sind voller geworden. Fast jeden Sonntag lerne ich neue Menschen kennen, die entweder durch eine Kleingruppe eingeladen wurden, oder es sind Leute die Gott auf die witzigste Art und Weisen zu uns geschickt hat und die wir wiederum in unsere Kleingruppen einladen können. Gott geht es um Menschen, um ihr Leben und um ihr Herz. Und es geht darum sie einzuladen in die Gemeinschaft mit Jesus. Diese Gemeinschaft spürt man inzwischen auch in unseren Gottesdiensten. Aber wie auch bei den ersten Christen in der Apostelgeschichte, sind die „Mauern“ unserer Gemeinde zu hoch. Die Menschen können die Gemeinschaft die dort gelebt wird nicht immer sehen. Aber das was wir in unserem täglichen Leben, in unseren Wohnzimmern, an unserem Arbeitsplatz und in unserer Nachbarschaft leben, das können andere Menschen sehen und dort können sie unsere herzliche Gemeinschaft untereinander und mit Gott ganz nah erleben. So können wir den Auftrag, den Jesus uns allen gegeben hat erfüllen: geht zu den Menschen und macht sie zu Jüngern, tauft sie und lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch gelehrt habe (nach Matthäus 28, 19+20). Wenn wir es vorleben, können andere es „nachleben“.

Gott geht es um Menschen

Gebetsanliegen

  • Danke für die Gemeinde in Cáceres und ihre Entwicklung
  • Bitte für meine Kleingruppe und meine Gemeinde, dass wir immer mehr lernen Gottes Auftrag in Cáceres auszuführen
  • Bitte für die Stadt Cáceres (und auch die Stadt Gießen), dass sie verändert wird und immer mehr Menschen Gott kennenlernen
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