Weihnachten in Thailand

Ein missionarischer Einsatz kam bei mir nie in Frage. Als ich jedoch Anfang des Jahres ein Buch las, in dem das Thema Mission aufgegriffen wurde, habe ich mich beim Lesen sehr ertappt gefühlt. Wie kann ich mit mir vereinen, dass ich Mission fernab von Deutschland und Gießen für mich kategorisch ausschließe ohne irgendwelche Erfahrungen gemacht zu haben und mich lieber nur in meiner Komfortzone bewege, wenn es Millionen von Menschen auf dieser Erde gibt, die noch nie die Möglichkeit hatten von der rettenden Botschaft von Jesus zu hören. Meine eigene Ungerechtigkeit hat mich sehr traurig gemacht, ich hatte aber trotz dieser Ergriffenheit keine konkreten Schritte geplant dem Impuls nachzugehen. Eigentlich hatte ich nämlich ein halbes Jahr Bibelschule nach meinem Studienabschluss geplant gehabt, in dem ich mir aktiv Zeit für die Beziehung mit Gott nehmen wollte. Jedoch war dieses Vorhaben nicht mit meiner Masterarbeit vereinbar, da die Abgabe mitten im ersten Semester liegen würde. Somit waren auf einmal 1,5 Monate frei. Geleitet von den Impulsen am Anfang des Jahres entschied ich mich diese Zeit zu nutzen, um Mission hautnah mitzuerleben und meinen Horizont erweitern zu lassen. Für knapp sechs Wochen werde ich von Mitte November bis zum Ende des Jahres mit OMF in den Süden Thailands (0,4% Christen in ganz Thailand) gehen, wo ich bei einem Gemeindegründungsprojekt in einer ländlichen Region mitwirken darf.

Mission ist nicht eine Tat des Menschen, sondern die primäre Eigenschaft Gottes, an der Menschen teilhaben dürfen. ~ Dejan Aždajić

Wir können für Maya beten:

• für Herzensoffenheit der Menschen bei den geplanten evangelistischen Weihnachtsaktionen in der Nachbarschaft und

• für das Aufbauen von Beziehung in der kurzen Zeit trotz der Sprachbarriere.

Zurück