Mit Gott erlebt!
Ps. 35,18 Ich will dich preisen, wenn die Gemeinde sich vor dir versammelt, umgeben von vielen Menschen will ich dich loben.
Und das wollen wir mit diesem kleinen Bericht auch tun, es nicht für uns behalten, was Gott in unserem Leben getan hat.
Fast genau vor einer Woche kam eine andere Dimension in unser Leben hinein. Jochen saß nach dem Frühstück auf der Couch und bekam plötzlich einen Brustdruck mit Ausläufern Richtung Arme, Zittern und einen ‘dicken’ Kopf. Ich hatte mich noch auf der Couch gegenüber hingelegt, da die Nacht nicht gut war und war eingeschlafen. Plötzlich hörte ich laut und gut artikuliert unsere Adresse sagen, Symptome schildern und innerhalb einer viertel Stunde standen vier Notfallsanitäter- und Ärzte in unserem Wohnzimmer. Jochen hatte sie selbst gerufen. Sie waren sehr freundlich und uns zugewandt. EKG, Infusion wurden angelegt und entschieden in die Asklepiosklinik Lich (10 Min. von Zuhause) dort im Herzkathederlabor Untersuchungen machen zu lassen. Jochen wurden 3 Stents gesetzt und gut versorgt.
Wir, Simone und ich, waren nach 3 Stunden dort, fragten uns durch auf die Intensivstation. Dort wurden wir gleich persönlich und freundlich mit Namen angesprochen, so als ob sie auf uns gewartet hätten. Jochen kam dann, fröhlich plaudernd im Bett, von den Pflegern auf die Intensivstation geschoben, gerade aus dem Aufzug, als wir schon warteten. Nicht lange darauf, klärte ein Arzt uns auf, was gemacht worden war, und dass es Jochen jetzt nicht gut gehe. Sein Herz war nicht mehr gut versorgt worden und das sorgte dann dafür, dass der Patient erbrechen muss u.a.,was auch das Personal abbekam. Jochen sah schon sehr blass aus. An die vielen Schläuche und Anschlüsse musste man sich dann etwas gewöhnen. 2 Tage wurde er so ‘bewacht’ und kam dann auf Normalstation.
In der Zeit, als wir noch vor der Intensiv warteten, kam überraschend meine Sporttrainerin, setzte sich zu uns. Als Krankenschwester auf dieser Station tröstete sie und war einfach für uns da. Wie ich das alles erlebt habe, ist Gottes Fürsorge und Liebe überall sichtbar geworden. Gott hat uns immer wohlwollende Menschen in den Weg gestellt, Türen geöffnet. Es war so eine große Dankbarkeit und Frieden in mir, der höher ist als jegliche Vernunft. In der Losung am 5. August stand in Richter 6,13: Gideon fragt den Engel des HERRN, ‘Ist der HERR mit uns, warum ist uns dann das alles widerfahren?’ Und die Antwort im Lehrtext aus 1. Petrus 1,6-7 hilft uns zu glauben und zu reifen als Christ. Diese Überzeugung habe ich, dass nichts einfach in unserem Leben so passiert. Jochen hat übrigens in der Zeit des ‘Liegens und Ausgeschaltet sein’ sein Leben Revue passieren lassen und kam zu dem Schluss, dass er jetzt auch ‘Gehen’ könnte. Ein tiefer Friede durchflutete ihn. Was für ein Geschenk! Gott sei Dank!!!
Ganz besonders bedanken möchten wir uns bei den Geschwistern in der Gemeinde, die uns durchgetragen haben im Gebet, Nachfrage zum Ergehen und ihre Fürsorge uns wissen ließen! Das tat unendlich gut.
Mechthild Detlefsen