Missionsforum

Mission beginnt dort, wo Menschen bereit sind, Gottes Ruf zu folgen – unabhängig davon, wohin er sie führt.

Beim Missionsforum am 10. Juni erhielten wir vielfältige Einblicke in aktuelle Missionsarbeit und konnten sehen, wie sich Menschen in ganz unterschiedlichen Kontexten für Gottes Reich einsetzen. Die Berichte machten deutlich: Mission hat viele Facetten – von Gemeindegründung in Ostdeutschland über Flüchtlingsarbeit in Gießen bis hin zu Hochschularbeit in Afrika.

Den Auftakt gestalteten Tianji und Szu-Chin Chen mit einem unterhaltsamen Quiz über Taiwan. Das Ehepaar war bis vor Kurzem in Taiwan tätig und lehrte dort „Missionswissenschaft“ sowie das Fach „Evangelium in einer pluralistischen Welt“. Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland begleiten sie kleine Teams aus Taiwan bei Kurzeinsätzen in Gemeinden, um die Gemeindearbeit hier kennenzulernen und gegenseitig voneinander zu lernen. Darüber hinaus planen sie einen Videopodcast mit missionarischen Impulsen.

Anschließend berichteten Philip und Mareike Gerhardt von ihrem Start in die Missionsarbeit mit der DMG. Ihr Herz schlägt besonders für Menschen aus Syrien und dem Nahen Osten. In Gießen engagieren sie sich schon länger in der Hope-Arbeit. Nun sollen im vollzeitlichen Dienst weitere Projekte gestartet werden wie zum Beispiel ein Konversationskurs in der syrischen Gemeinschaft. So entstehen Beziehungen und Möglichkeiten, sprachliche und kulturelle Barrieren zu überwinden. Darüber hinaus sollen zukünftig auch andere Gemeinden in der Flüchtlingsarbeit unterstützt werden.

Lea und Kilian Müller stehen vor einem neuen Abschnitt. Während Kilian derzeit noch seine Masterarbeit an der Freien Theologischen Hochschule abschließt, werden beide ab August Teil einer Gemeindegründung der Elbkirche in Magdeburg sein. Die Aufgabe ist herausfordernd, denn der Osten Deutschlands gehört zu den konfessionsärmsten Regionen Europas. In den kommenden zwei bis drei Jahren möchten sie lernen, wie Gemeindegründung in diesem Umfeld gelingen kann, um dann anschließend weitere Gründungsprojekte an anderen Orten zu starten.

Martin Philipps berichtete von seinem Weg in die Missionsarbeit, der ihn über ein Studium der Medizinischen Informatik und Theologie nach Afrika führte. Nach Einsätzen unter anderem in Kenia, Burundi, dem Kongo und Palästina engagierte er sich viele Jahre in theologischer Ausbildung und beim Aufbau von Informatikstudiengängen. Gemeinsam mit Coworkers arbeitete er zuletzt am Aufbau eines Informatikstudiums an einer christlichen Fakultät in Burundi. Seit März ist er vorübergehend wieder in Deutschland. Ab Januar soll die Arbeit fortgesetzt werden, möglicherweise in Kamerun.

Neben diesen langfristigen Einsätzen wurden auch zwei bevorstehende Kurzeinsätze aus der Gemeinde vorgestellt: Johanna Gortner wird nach ihrem Abitur am Impact-Projekt der Liebenzeller Mission teilnehmen und nach einer Vorbereitungszeit und einem Jüngerschaftsprogramm für vier Monate nach Kenia reisen. Judica und Ruben Maile werden mit OMF für drei Wochen nach Südostasien reisen, um an einer Gebetsreise und einer Konferenz teilzunehmen.

Im Verlauf des Abends wurde deutlich, wie unterschiedlich die Wege und Einsatzorte sind, auf die Gott Menschen führt. Gleichzeitig verbindet alle dieselbe Sehnsucht: dass Menschen Jesus kennenlernen.

Deshalb gilt unser besonderer Gebetsaufruf allen vorgestellten Missionaren und Einsatzteams. Beten wir für Gottes Führung in den bevorstehenden Entscheidungen, für offene Türen in ihren Arbeitsfeldern und für Gottes sichtbares Wirken in ihrem Dienst. Besonders wollen wir im Gebet auch an die anstehenden Neuanfänge und Übergänge denken – im Vertrauen darauf, dass Gott die nächsten Schritte lenkt und seinen Segen auf die jeweiligen Aufgaben legt.

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