Neues von den Me’en und den Suri

Liebe Gemeinde,

unsere Me’en-Übersetzer Bayyo, Daawiit und Bärgua hatten sich ja einige Wochen vor Weihnachten online mit mir via Videokonferenz zur obligatorischen Prüfung des kompletten Textes ihrer Übersetzung des Zweiten Samuelbuches getroffen. Neben diesen 24 Kapiteln konnten wir damals auch noch sieben Kapitel ihrer Jesajaübersetzung genauer anschauen. Nun, im ersten Quartal des Jahres, hatten wir die Gelegenheit, miteinander die Prüfung von Jesaja Vers für Vers fortzusetzen. Wir sind jetzt bei Kapitel 51 von 66 und planen, in der ersten Maihälfte Jesaja abzuschließen. Als nächstes soll dann das Buch der Sprüche geprüft werden.
Jesaja wird von den Autoren des Neuen Testaments an vielen Stellen zitiert. Seine Aussagen sind gewaltig, weil inspiriert vom Geist Gottes. Es ist uns, die wir das Vorrecht haben, schon so lange in der Übersetzungsarbeit tätig zu sein, unmöglich, nicht tief beeindruckt zu sein sooft wir in den Bibeltext eintauchen.
Und wir merken, wie das Neue Testament weiterführend am Alten Testament andockt. In Jesaja 40:11 (GN) z.B. steht: »Er führt sein Volk wie ein guter Hirt, der die Lämmer auf seinen Arm nimmt und an seiner Brust trägt und der die Mutterschafe behutsam leitet.« In Johannes 10:11 sagt Jesus: »Ich bin der gute Hirte.« Und er führt aus, wie er sich voller Liebe um seine anvertrauten Schafe kümmert. Jesaja 49:6b (GN): »Ich mache dich auch zum Licht für die anderen Völker, damit alle bis ans Ende der Erde durch dich meine rettende Hilfe erfahren.« wird von Paulus und Barnabas bei ihrer Evangeliumspredigt im pisidischen Antiochien (heutige Türkei) zitiert. So findet Jesaja bis heute weltweit Anwendung. An diesen Beispielen sehen wir, wie wichtig und notwendig der Beschluss der protestantischen äthiopischen Kirchen war, neben dem Neuen auch das Alte Testament in die verschiedenen Sprachen ihres Landes übersetzen zu lassen. Von daher gesehen, werden wir in den nächsten Jahren nicht arbeitslos werden…

Vom Suri-Projekt in der südsudanesisch-äthiopischen Grenzregion, für das ich ja seit zwei Jahren als Consultant aktiv bin, gibt es mittlerweile wieder Positives zu berichten. Unsere Mitarbeiter vor Ort haben vor, den Jesus-Film in ihre Muttersprache zu übersetzen, wofür es jetzt einen ersten Workshop gibt. Auch soll demnächst ein Workshop zur Herstellung von Lesefibeln durchgeführt werden.

Im Februar und März haben die drei Bibelübersetzer Nyurli, Kumundo und Nyangaramu zusammen mit meinem Schweizer Kollegen Matthias weiter am Übersetzungsentwurf der Apostelgeschichte gearbeitet. Im Juli wollen wir uns drei Wochen lang Zeit nehmen, um die Prüfung der ersten Hälfte des Textes abzuschließen. Matthias teilte mir mit, dass nun für den im letzten Jahr ausgeschiedenen Mitarbeiter gerade ein neuer Übersetzer eingearbeitet wird. Wir hoffen, dass er sich gut ins Team integriert.

Danke für Eure Verbundenheit im Gebet und für alle Hilfe.

Neues von den Me’en und den Suri

Gebetsanliegen

  • Dank für neuen Elan im Suri-Sprachprojekt.
  • Dank und Bitte für unsere Kollegen vor Ort: Nyurli, Kumundo, Nyangaramu, Matthias und den neuen Mitarbeiter sowie deren Familien.
  • Bitte für die Übersetzung und Synchronisierung des Jesus-Films in der Suri-Sprache.
  • Bitte für die mehrwöchige Prüfungsphase im Juli, wenn ich mit dem Suri-Team ihren überarbeiteten Entwurf der ersten Hälfte der Apostelgeschichte durchgehe.
  • Bitte für das Me’en-Übersetzerteam Bayyo, Daawiit und Bärgua und den letzten Teil der Jesaja-Prüfung (Kap. 51-66) mit mir sowie die Vorbereitung zur Prüfung des Buches der Sprüche.
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