Die Bibel und die Endzeit
Der Seniorenkreis der FeG hatte Dr. Walter Hilbrands, Dekan an der FTH Gießen und Mitglied unserer Gemeinde, eingeladen, um am 1. Dezember 2025 über das Thema „Endzeit“ zu referieren. Ein interessantes Thema konnte man feststellen. Nicht nur aufgrund der über 60 Besucher, die den Weg in die Gemeinde gefunden hatten, sondern auch aufgrund der vielen Fragen, die der Referent zum Teil beantworten konnte, aber auch zum Teil unbeantwortet lassen musste. „Wann ist Endzeit?“, kann man sie berechnen oder gibt es gar einen Fahrplan hindurch? Wann kommt der HERR wieder? Die Zahl 666? Der Antichrist bzw. die Antichristen? Trübsalszeit und Entrückung der Gemeinde? Das 1000-jährige Reich? Allesamt Themen die nicht Gegenstand von Spekulationen werden sollten und eigener Betrachtungen bedürfen. Dr. Hilbrands versuchte die Zuhörer für die übergeordneten Dinge zu sensibilisieren.
Nach biblischer Auffassung ist die Zeit zwischen Jesu ersten und zweiten Kommen die „Endzeit“ und keine besondere Epoche vor dem Weltende. Zeichen wie Kriege, Naturkatastrophen, Seuchen etc. gab es zu allen Zeiten und sind oft Anlass zu vielfältigen Spekulationen. Manch einer hat sich bei der Berechnung des zweiten Kommens verrechnet. Die beschriebenen endzeitlichen Geschehnisse stellen Leitlinien dar, sind aber kein Endzeitfahrplan. Die Zeichen der Endzeit sind allesamt im Laufe der letzten Jahrhunderte erfüllt. Allenfalls kann man vielleicht von einer Zunahme ausgehen.
Die Wiederkunft des HERRN wird für alle Menschen, auch für uns Christen, völlig überraschend kommen – heute, morgen nächste Woche/Monat/Jahr, wir wissen es nicht. Es ist uns lediglich gesagt, dass er kommt wie ein Dieb in der Nacht und es wird sein wie zu Zeiten Noahs. Die Endzeitlehre wird in einem kleinen Teil der heiligen Schrift erwähnt – die Lehre der Auferstehung nimmt einen viel größeren Platz ein. Trotzdem hat sie Auswirkungen auf unser praktisches Leben. Zahlreiche Bibelstellen fordern zu Wachsamkeit sowie verantwortungsvollem Handeln auf. Aufgrund der vorhergesagten endzeitlichen Geschehnisse werden wir Christen ermuntert, einander in anhaltender Liebe zu dienen. Die Schrift berichtet von Gerichten und Verfolgungszeiten, die allesamt Gottes Allmacht belegen. Sie sind das letzte Mittel, den Gottlosen zur Umkehr zu bewegen. Die Lehre der Endzeit darf uns keine Angst machen, sondern unser Denken soll auf Jesu Wiederkunft gelenkt werden. Wir dürfen sicher sein, dass wir vor den Gerichten bewahrt werden bis hin zum ewigen Leben, das uns verheißen ist. Bis dahin können wir unsere Talente verantwortungsvoll dahingehend einsetzen, dass noch viele Menschen von der heilsbringenden Botschaft erfahren. Denn der Tag wird kommen, an dem der HERR die Lebenden und die Toten richten wird. Dies ist sicherer als das „Amen“ in mancher Kirche.









