Ausflug zur DMG
Montagmorgen in Gießen; es war für manche schwer, erst mal zu dem Sammelpunkt an der Haltestelle bei der August-Hermann-Franke-Schule zu kommen. Regen, Stau, rote Ampeln, geschlossene Schranken, Baustellen, Parkplatzmangel, alles diente dazu, Hindernisse in den Weg zu räumen, aber schlussendlich konnte es losgehen mit 32 Teilnehmern im Bus, die gespannt waren,
was in Sinsheim auf sie warten würde.
Nein, es war nicht das Technik-Museum mit den ausgestellten Flugzeugen – die wurden nur im Vorbeifahren gesehen – es war etwas viel Bedeutenderes und Weitreichenderes: Die Missionsgesellschaft DMG Interpersonal. Früher bekannt als Deutsche-Missions-Gemeinschaft, stehen heute die Buchstaben für: Damit Menschen Gott begegnen. Längst ist sie interkulturell mit deutschen oder ausländischen Missionaren, die von deutschen Gemeinden unterstützt und ausgesandt werden und Missionaren aus dem Ausland, die
in Verbindung mit deutschen Gemeinden nach Deutschland entsandt werden. Mehr dazu ist auf der Internetseite der DMG zu finden.
Bei Sonnenschein gab es einen freundlichen Empfang durch Gerald Häde, den Vater unseres Pastors Emmanuel Häde und Personalleiter für Europa, der die Gruppe liebevoll durch den Tag begleitete und einführende, orientierende Worte vor dem Mittagessen an die Besucher richtete und die gemeinsame Zeit unter Gebet stellte.
Gemeinsam mit anderen Gästen wurde das Mittagessen – bei dem natürlich die Spätzle nicht fehlen durften – eingenommen. Danach, in der Kapelle kam die Gruppe zur Ruhe, um der Geschichte der DMG, dargestellt durch die Hauseltern Rosiak, die selbst über 30 Jahre als Missionare in Ecuador gewirkt hatten, zu lauschen. Für manche
wurde es zwischenzeitlich sehr ruhig nach dem Mittagessen, aber dass Gott Geschichte schrieb mit dieser Mission, die nach dem 2. Weltkrieg 1951 ins Leben gerufen wurde, damit auch von Deutschland aus die wirklich Heil bringende Botschaft durch bereite Menschen in die Welt hinaus gesandt werden sollte, war offensichtlich.
Heute sind 430 Mitarbeitende in 60 Ländern unterwegs, die in Teams mit örtlichen Partnerorganisationen eingebunden sind. Und inzwischen werden auch über die DMG Missionare aus dem Ausland in deutsche Städte eingeschleust in der Hoffnung, dass auch hier wieder die Gemeinde Jesu wächst, wie es an vielen Orten in der Welt geschieht. Dazu braucht es in der Missionszentrale immer mehr Platz auch für die Verwaltung und alle Gäste, seien es Missionare im Deutschlandaufenthalt oder auch Besucher. Deutlich wurde dies beim Rundgang im Gelände und einer begehbaren Baustelle: So wird gerade die alte Scheune, deren Fassade unter Denkmalschutz steht, zu neuer Bestimmung hergestellt und es ist bezeichnend, dass an dem Ort, wo einst die Ernte gesammelt wurde, heute der Dienst der „Arbeiter in Gottes Ernte“ koordiniert und begleitet werden soll.
Einer dieser Arbeiter ist Lee Phillips. Ein Engländer, der mit einer
deutschen Frau verheiratet ist und gemeinsam mit seinen 4 Kindern in Benin gewirkt hat, berichtete zum Abschluss eindrücklich, wie Gott ihm viele Kinder, bis um die 100, buchstäblich vor die Füße gelegt hat. Es sind Buben, die noch bevor sie das 10. Lebensjahr erreicht haben, auf den Straßen der Großstadt sich alleine durchschlagen müssen und die durch diese Missionarsfamilie viel Liebe und Zuwendung erfahren hat, was sich in den dankbaren Gesichtern widerspiegelte.
Auch dankbar und zwischendurch noch gestärkt durch Kaffee und Kuchen, bei dem die Auswahl schwerfiel und nachdem das Gruppenfoto im Freien aufgenommen war, nahm die Reisegruppe
etwas später als gedacht, Abschied – wieder bei strahlendem Sonnenschein bei dem sonst so unbeständigen Wetter.
Die Fahrt durch den anbrechenden Abend mit dem goldenen Licht in dem sich färbenden Wald war ein wunderbarer Übergang zum nächsten Programmpunkt: Ein deftiges Abendbrot im traditionellen Landgasthof „Zum Rebstock“ in Fürth mit je nach Wahl, Hand-, oder
Kochkäse, mit oder ohne Musik oder aber herzhafte Würstchen und leckerem Bauernbrot.
Gesättigt und müde stiegen die Fahrgäste in den Bus, den der Fahrer nach einem erstaunlichen Rangiermanöver in der engen Gasse beim Gasthaus vorfuhr. Zum Schluss sorgte noch ein Stau für ein Hindernis, so dass sich die Ankunftszeit nach hinten verschob, aber – Gott und dem kompetenten Busfahrer sei Dank – kam die Gruppe behütet und erfüllt mit vielen Eindrücken an.
Gute Gespräche während der Fahrt waren ein willkommenes Nebenprodukt und sicher hat der Austausch dazu gedient, am Leben anderer teilzunehmen. Ein besonderer Dank geht an die Begleiter und Organisatoren Pastor Hartmut Krämer mit Ulrich und Monika Dietz.























