Die Vaterliebe Gottes verändert: die Verfolgte Kirche auf den Philippinen
Liebe Gemeinde!
„Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Diese Zusage beschreibt Tarik* als sein Fundament und bekennt inmitten seiner Verfolgung: „Für Jesus zu leben, bedeutet Leben. Für Jesus zu sterben, bedeutet ewiges Leben.“
Er lebt auf der südlichen, muslimisch geprägten Insel Mindanao der Philippinen. Die Philippinen sind mit 90% der Gesamtbevölkerung mehrheitlich christlich, doch in seiner Heimat werden vorwiegend Christen muslimischer Herkunft durch Diskriminierung, Ausgrenzung (z.B. durch die Vergabe schlechter Schulnoten) oder auch durch Gewalt aus der eigenen Familie benachteiligt und hart verfolgt.
Tariks Familie ist muslimisch, sein Vater ein bekannter Geistlicher. Die Familie zerbricht an den Folgen des Alkoholkonsums und Affären seines Vaters und Tarik versucht seine Mutter und Geschwister mitzuversorgen. Aus Verzweiflung beginnt er für Straßengangs illegale Geschäfte zu tätigen wie zu stehlen, Drogen zu verkaufen und sogar zu töten. Er wird von der Polizei gesucht und nimmt deswegen die Einladung zu einem christlichen Ausbildungsprogramm an, um seine Ruhe haben zu können. Die Bibelgeschichten rühren sein Herz an und er wendet sich im Gebet an Jesus und erlebt Heilung. Zuerst fällt es ihm dennoch schwer Jesus mehr Wert beizumessen als einem Propheten. Doch Jesus begegnet ihm erneut in der Nacht und Tarik erlebt echte Vaterliebe. „Ich verstand es nicht, aber Traurigkeit, Schmerz und Wut wurden in meinem Herzen ersetzt von Liebe und Vergebung. Vergebung für meinen Vater, der uns verlassen hatte.“
Tarik wird von einem Gesuchten der Polizei zu einem Verfolgten aufgrund seines Glaubens und er gründet eine Gemeinde. Tarik wird von Rebellengruppen bedroht und verkündet vor ihnen das Evangelium und sie hören zu. Jesus beschützt ihn, sodass er mehrere Mordversuche überlebt. „Jesus hat gesagt: Liebt eure Feinde. Also bete ich für meine Verfolger.“
In 2, Korinther 4,11-12 steht: „Weil wir zu Jesus gehören, sind wir unser Leben lang ständig dem Tod ausgeliefert; aber an unserem sterblichen Leib wird auch immer wieder sein Leben sichtbar. Uns bringt der Dienst für Jesus andauernd in Todesgefahr, euch dagegen hat er neues Leben gebracht.“
Unsere Geschwister in der Verfolgung erleben genau diese Realität. Die Verfolgung nimmt durch die Nachfolge nicht ab, sondern zu. Unsere verfolgten Geschwister erleben Gewalt, weil sie an Jesus glauben und ihn in den muslimischen Regionen der Welt groß machen und von ihm sprechen. Doch sie erleben auch Wunder. So wie Paulus werden auch heute Verfolger von der Vaterliebe verändert.
Gebetsanliegen
- Dankt Jesus, dass die Gemeinde von Tarik Unterstützung von der Organisation Open Doors erfahren hat und einige Angebote wie Seminare, Freizeiten, Kindergruppen und Alphabetisierungskurse stattfinden können.
- Bitte betet, dass die Muslime im Süden der Philippinen eine persönliche Begegnung durch Träume und Heilungen erleben und ihr Leben verändert. Bitte betet auch besonders für die Verfolger wie Rebellengruppen, dass sie eine Gottesbegegnung erleben und sich für Jesus entscheiden.
- Bitte betet, für die Christen muslimischer Herkunft in den Philippinen, dass sie in der Not Gottes Versorgung erleben und keine Nachteile im Berufsleben erfahren, dass sie auch vor der Gewalt innerhalb der Familie bewahrt werden.
- Bitte betet für die neue Regierung - Die muslimisch geprägte Region genannt BARMM wird ab Oktober dieses Jahres ein Parlament einberufen. Durch die neue Regierung droht die Gefahr, dass sich die Intensität der Verfolgung verstärkt.
