Überfälle an Ostern auf Christen in Nigeria

Liebe Gemeinde!

Jesus spricht (…): Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, obgleich er stürbe.“ (Johannes 11,25)
An Ostern haben wir die Auferstehung von Jesus gefeiert, doch nicht überall ist dies ein Grund zur Freude. Schon öfters gab es gerade an christlichen Feiertagen gezielt Angriffe auf verfolgte Christen, so auch dieses Jahr in Nigeria an Palmsonntag.

In dem westafrikanischen Land zählt sich eine Mehrheit (46,5%) zu Christen und auch der Islam ist zahlenmäßig (46%) ähnlich stark vertreten. Verfolgung erleben Christen häufig durch die eigene Familie, besonders wenn sie zum Christentum konvertiert sind, aber auch in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen erfahren sie Diskriminierung z.B. wenn sie einen biblischen Namen tragen. Einige christliche Mädchen werden entführt und zur Zwangsheirat gedrängt.
Durch bewaffnete Gruppen wie die Boko Haram oder Fulani-Kämpfer wird vor allem im Norden Nigerias Gewalt ausgeübt, wogegen die Regierung wenig tut. Viele Fulani-Kämpfer kommen aus den Nachbarländern und die Gewalt wächst. Christen bekommen dies zu spüren, indem sie unter anderem aus ihrer Heimat vertrieben werden, doch auch weitere Delikte wie das unbarmherzige Töten, Entführungen, Zerstörung von Besitz sind keine Seltenheit, was zu Traumatisierungen und Verzweiflung führt.
In dem Ort Zike wurde die Nacht vom 13. auf den 14. April jäh durch Schüsse unterbrochen. Schon seit März wurden vermehrt Angriffe auf diese Region Bassa und Bokko verübt, doch diese Tat war die Schlimmste und hatte zur Folge, dass 49 Menschen starben und einige Menschen verletzt wurden. Es wird vermutet, dass Fulani-Kämpfer dies zu verschulden haben. Seit Mai 2023 hat sich die Lage in diesen Regionen verschärft und an Weihnachten im selbigen Jahr wurden 200 Christen getötet. Dieses Erlebnis zu verarbeiten fordert viel und nun wurden die Christen erneut mit den aktuellen Überfällen übermannt. Nicht nur die Gemeinschaft ist dadurch erschüttert, sondern auch fehlt den Witwen der Schutz durch ihren kürzlich verstorbenen Mann. Sie müssen ihre Familien nun in der kommenden Regenzeit und darüber hinaus alleine versorgen und fallen nicht selten in Armut.

Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jesaja 53, 5)

Jesus kennt das Leiden und darin liegt auch der Trost für unsere verfolgten Geschwister, denn auch wenn sie durch traumatisierende Erlebnisse nur das Leiden sehen können, ist Jesus nicht beim Leid stehen geblieben, denn er hat den Tod überwunden und alle Schuld auf sich genommen. Wir als Gemeinde können für unsere Geschwister einstehen, indem wir für sie beten.

Überfälle an Ostern auf Christen in Nigeria

Gebetsanliegen

  • Bitte für die Familien der kürzlich Verstorbenen und dass sie die Osterbotschaft für sich verstehen und annehmen können und Rettung in Jesu Tod und Auferstehung finden
  • Bitte um Gottes Versorgung ganz besonders bei den alleinerziehenden Müttern und Schutz für die Frauen
  • Bitte um Schutz vor zusätzlichen Angriffen und Eindämmung der Gewalttaten durch den Staat
  • Bitte um Umkehr der Angreifer und Erkennen, dass Jesus der HERR über ihr Leben ist und dass Jesus sie durch seinen Geist führt
Zurück