Mut zur Unvollkommenheit

„Ein spannendes Thema“, dachten wohl Viele, denn fast 50 Besucher kamen auf Einladung des Seniorenkreises am Montag, den 3. März 2025, in unsere Gemeinde. Zum zweiten Mal nach 2023 konnte Ulrich Dietz Dr. Daniela Knauz zu einem Vortrag begrüßen. Zu Beginn gab sie einen kurzen Einblick in ihre Arbeit als Referentin für Frauen und ältere Generationen im Bund FeG.

Eingebettet in viele Erfahrungen aus ihrem persönlichen Umfeld, sprach sie über persönliches Anspruchsdenken – wie voll- oder unvollkommen bin ich? Was ist wirklich wichtig im Leben – Fensterputzen? Das Leben als Perfektionist ist nicht einfach – er kann nur schwer „nein“ sagen und alles muss man selber machen. Nehme ich das Maß meiner Vollkommenheit auch dafür, wie ich meine Mitmenschen beurteile. Oder sollten wir einfach mal den anderen so stehen lassen, wie er ist, ohne ihn zu (be)werten oder ihn zu (ver)urteilen. Gelingt dies, ist  schon viel gewonnen, für einen selbst und den anderen. Haben wir nicht alle Fehler und Schwächen. Gerade im Alter stellt man hier und da fest, dass einem nicht mehr alles so gut von der Hand geht. Zunehmend ist man auf Hilfe angewiesen. Lassen wir diese zu, oder wehren wir uns dagegen. Ist es nicht ein schönes Gefühl, wenn man Hilfe ohne schlechtes Gewissen annehmen und Danke sagen kann. Denn jeder hat Schwächen und nicht jeder kann alles!

Es war ein mutmachender Vortrag – für viele der Zuhörer auch eine Standortbestimmung. Dies zeigte sich in dem lebhaften Austausch, der sich an den Vortrag anschloss und in dem manches Geheimnis „gelüftet“  wurde.

Schon jetzt dürfen wir uns darauf freuen, wenn wir Dr. Daniela Knauz zu einem neuen Vortrag wieder in unserer Gemeinde begrüßen können.

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