Eine Welt aus den Fugen?

Ihr Lieben,
heute möchten wir Euch mit hineinnehmen in unsere letzte Woche, denn nicht nur wir brauchen Euch und Eure Gebete! In dieser Woche ist uns wieder bewusst geworden, wie sehr wir den Dreesch und seine Bewohner lieben und wie wir mit ihnen leiden, wenn wir sehen, wie sehr sie in ihrem Leben kämpfen und gebeutelt sind. Und davon möchten wir heute berichten:

Gestern kam Micha nach Hause und erzählte von seinem Klassenkameraden Jan*, der uns früher auch immer mal wieder im Patchwork Center besucht hat. Er hat es nicht leicht im Leben. Seine Eltern sind getrennt; sein Vater war im Gefängnis. Im Unterricht ist er immer wieder auffällig. Gestern musste er von seiner Mutter abgeholt werden, da er auf dem Pausenhof seiner Grundschule einen Mitschüler mit einem Messer bedroht hatte…

Auch Josia erzählte gestern von einem neuen Mitschüler. Mit Hilfe seiner Schwester hatte er ein Referat ausgearbeitet, das er halten sollte. Er brachte sein Plakat mit, aber als er es vortragen sollte, stellte sich heraus, dass er nicht lesen kann. Was für eine Not für einen Jungen in der 7. Klasse!

Anfang der Woche waren wir mit Anne* im Gespräch. Ihre Familie hat seit 3 Monaten keinen Kühlschrank, da einfach kein Geld da ist. Da sie und ihre Tochter öfter krank waren, hat sie vor Kurzem mal wieder ihre Arbeit verloren. In den letzten Wochen hatten sie sich mit Kühlboxen und einem Balkon (bei winterlichen Außentemperaturen) beholfen. Nun, wo es wärmer wird, ist es ein echtes Problem. So boten wir ihr an, unseren Kühlschrank aus der Gästewohnung zu nehmen.
Heute kam dann ganz überraschend eine Nachricht in unserer PatchworkCenter – WhatsApp – Gruppe mit der Info, dass ein Kühlschrank zu verschenken sei. Alle dachten gleich an Anne – was sie vor Erleichterung und Rührung in Tränen ausbrechen ließ. Markus wird nachher den Kühlschrank abholen und ihn zu ihr bringen.

“Hey Lena, können wir uns mal treffen?” Diese Nachricht bekam Lena am Montag von Simone*. Sie verabredeten sich für den nächsten Tag zu einem Gespräch im Patchwork Center. Dort erzählte sie Lena davon, dass sie vor ein paar Jahren Opfer einer Gewalttat wurde, die sie bis heute nicht verarbeiten konnte. Zur Zeit kommt alles wieder hoch und damit auch Gedanken darüber, sich das Leben zu nehmen.

Gerade eben, es ist mittlerweile Donnerstag, komme ich aus dem Patchwork Center. Sandra hat gestern ihr erstes Enkelkind durch den plötzlichen Kindstot verloren. Mitten im Patchwork Alltag bekam sie einen Anruf von ihrem Sohn, der mit seiner Freundin und Kind bei ihr wohnt und der sein Kind am Vormittag tot aufgefunden hat. Wir als ganze Gemeinschaft sind geschockt und unglaublich traurig. Bitte betet für Sandra und ihre Familie!

Es ist so schwer, dieser ganzen Not zu begegnen. Und das alles in nur einer Woche!
Weint mit den Weinenden, darum bittet uns Jesus. Begleitet diejenigen, die Euch darum bitten und gebt darüber hinaus. Das wollen wir hier tun und wir bitten Euch, sowohl uns, als auch die Menschen, die uns auf dem Herzen liegen, mit euren Gebeten zu unterstützen.

Danke, dass wir mit Eurer Unterstützung rechnen können!
Lena & Markus

Ps: Alle Namen mit * wurden geändert.

Eine Welt aus den Fugen?

Gebetsanliegen

  • Danke, dass Jesus da ist und sich immer wieder in den Nöten zeigt und Hilfe schenkt
  • Danke, dass die Gemeinschaft im Patchwork Center eine Stütze für Viele ist
  • Bitte für die Klassenkameraden von Josia und Micha
  • Bitte für diejenigen, die in gerade schwierigen Situationen stecken und für Sandra und ihre Familie, dass sie den Verlust verkraften und sie ihren Glauben an Gott nicht verlieren
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